Kann ich unter Wasser sehen? Die Perspektive zu wechseln klingt einfach. Wahrscheinlich ist es doch schwer mit dem Kopf unterzutauchen. Dann die Füße nicht ganz nach oben zu strecken, um nicht umzukippen. Ich werde das versuchen.

Natürlich nur im übertragenem Sinne. Denn jetzt heißt es für mich: „Auf zu neuen Ufern“. Wenn ich im Meer unterwegs bin, ist das einfacher. Ich müsste zwar eine weite Strecke zurücklegen um zum Beispiel von der dänischen Küste an die Côte d´Azur zu kommen, bekäme dafür aber ganz neue Eindrücke. Und was würde ich machen, wenn ich in einem See zu Hause wäre? Schwämme ich zum Ufer gegenüber, das ganz ähnlich meinem jetzigen Ufer wäre? Oder stiege ich aus dem Wasser, nähme den nächsten Bus und suchte einen neuen See?

Ich habe jetzt die Möglichkeit zu einem neuen Ufer zu schwimmen. Ich bin auf Jobsuche. Aber zuerst muss ich mit dem Kopf untertauchen. Das brauche ich, um zu entdecken was es unter Wasser gibt und um mir ein wenig Zeit zum Nachdenken zu geben. Oft brauchen erste Gedanken ja die Theorie, bevor sie sich mit der Praxis auseinandersetzen möchten.

Seegras, Schilf und Fische – ich komme.

Herzlichst Eure Frau Schmitz